Ingenieurbüro Huth

Neuer Campanile für die Christuskirche in Münster - Hiltrup

Bei der 1967 errichteten Christuskirche, Architekten: B. Kösters und H. Balke, wurde der ursprünglich angedachte Glockenturm zugunsten des Kindergartens nicht errichtet. Die Kirche erhielt stattdessen Glockenträger aus Stahlbeton. Diese hatten jedoch gravierende Nachteile, mit denen die Gemeinde schon seit Jahrzehnten lebte. In unmittelbarer Nähe waren die Glocken zu laut und durch die geringe Höhe, waren sie nicht sehr weit zu hören. Gravierender wog noch das Sicherheitsrisiko der alten Glocken. Es kam wiederholt vor, dass Kinder in die Glockenträger kletterten, um die Glocken anzuschlagen. Es bestand also Handlungsbedarf. 2005 ergab sich die Möglichkeit, einen "gebrauchten" Glockenturm aus Werdohl zu erwerben.

Das Projekt nahm schnell konkrete Formen an. Von meiner Gemeinde erhielt ich den Auftrag für die Bauleitung und sollte mich auch um die bauordnungsrechtlichen Belange sowie die Statik kümmern. In der Bearbeitung zeigte sich schnell, dass der Turm in Hiltrup etwas höher ausfallen sollte. Es wurden verschieden Varianten untersucht und der Gemeinde vorgestellt.

Der Turm erhielt einen 3,40m hohen zusätzlichen Sockel aus Stahlbeton. Kirchturm und Kirche stehen so in einem musikalischen Proportionsverhältnis einer kleinen Terz (6:5).

Nach der positiven Entscheidung für den Turm galt es bis zum Gemeindefest im September 2006 in einem engen Zeitfenster einen straff organisierten Bauablauf abzustimmen und umzusetzen. Der Kirchturm wurde von der Gemeinde komplett aus Spendengeldern finanziert.

Erster Spatenstich: 04.06.2006
Translozierung: 08.08.2006
Einweihung: 24.09.2006

Unsere Leistungen:

  • Entwurf + Objektplanung
  • Tragwerksplanung
  • Baueitung

Die Gemeinde: www.ev-kirche-hiltrup.de